Warum Händler Google Shopping nutzen sollten

Die EU-Kommission hat vor wenigen Tagen Google wegen seiner Shopping Suche zu einer Wettbewerbsstrafe von 2,42 Mrd. Euro verdonnert und den Internet-Giganten gleichzeitig aufgefordert, das beanstandete Verhalten innerhalb von 90 Tagen abzustellen.  Zur Begründung dieser Strafe sagte sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager dass „Google seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, indem es seinen eigenen Preisvergleichsdienst in den Suchergebnissen ganz oben platziert und Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft hat“.  Google hat jedoch bereits angekündigt, die Entscheidung der Kommission im Detail anzuschauen und gegebenfalls Einspruch zu erheben. Ein gute Analyse warum das Urteil der EU auf den ersten Blick vielleicht gut für andere Händler und Preissuchmaschinen aber schlecht für den Verbraucher selbst ist, gibt es hier.

Um was geht es konkret: Im Zuge einer ganz normalen Google-Suchanfrage werden die Google-Shopping-Ergebnisse in Form von Händlern platzierten bezahlten Anzeigen ausführlich mit Fotos, Preisen und Links präsentiert (siehe Produktplatzierungen im Screenshot rechts). Die EU-Kommission und einige Preissuchmaschinen betrachten das als Bevorzugung eigener Google-Dienste, wodurch Kunden für sie selbst verloren gehen.

Google Shopping

Tatsächlich konnten wir bei der Durchführung diverser Projekte für unsere Kunden feststellen, dass die Schaltung von Google-Shopping-Produktanzeigen sehr effektiv ist. Die Erhöhung der Sichtbarkeit für Händler und Marken ist dabei ein weiterer positiver Aspekt. Die Rekordstrafe von 2,42 Mrd. Euro lässt dabei erahnen, um welches Potential es hier geht. Noch ist unklar wie dieses Verfahren ausgehen wird. Als Händler sollte man die vorhandenen Möglichkeiten aber weiterhin nutzen und die Schaltung von Google-Shopping-Anzeigen in Betracht ziehen.