Naked Wines – das Abo-Geschäftsmodell mit Wein direkt vom Winzer

Das Geschäftsmodell von Nakes Wines gehört mit Sicherheit zu den interessant Modellen im Bereich des digitalen Handels.

Kunden können als „Naked Angel“ über eine monatliche Abo-Gebühr einen Betrag von 20 britischen Pfund in Winzer investieren und erhalten als Gegenleistung Weine im Online-Shop von naked wines zu Vorzugspreisen.
Der Vorteil für die beteiligten Winzer liegt darin, dass diese sich nicht mehr oder viel weniger um die Vermarktung der Weine kümmern müssen und sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
Die Vermarktung der Weine ist vor allem für kleine Winzer ein sehr zeit- und kostenintensives Unterfangen.

Mit Stand Juli 2019 fördern bereits mehr als 200.000 britische Kunden ca. 114 unabhängige Winzer mit mehr als 250 Weinsorten.

Interessant ist vor allem die Tatsache, dass sich die Muttergesellschaft Majestic Wines über die Tochter Naked Wines komplett auf das Online-Geschäfts fokussieren will und vor kurzem auch Käufer für das Filialgeschäft gefunden hat. Ein kurioser Schritt, da Majestic wines Naked Wines erst 2015 für damals 100 Mill. Euro erworben hat und nun für den ähnlichen Verkaufspreis sich selbst verkauft.

Ein paar mögliche Gründe für diesen radikalen Schritt liefert behindtheshares: währende getrennt betrachtet bei Majestic Wines ohne Naked Wines der Umsatz in den letzten Jahren zwar stetig gestiegen ist, hat das EBIT ebenso konstant abgenommen.
Bei Naked Wines hingegen ist die Tendenz bei beiden Kennzahlen positiv: Umsatz und EBIT haben sich den letzten Jahren positiv entwickelt.
Naked Wines will sich durch die strategische Neuausrichtung und Fokussierung wieder voll und ganz auf das Direktvertriebsmodell konzentrieren, mit welchem sie vor über 10 Jahren begonnen haben.

Sehr interessant ist dabei die Tatsache, dass sich Naked Wines selbst nicht als Wein-Händler sieht (“ We are NOT a wine retailer. „), sondern mehr als Netflix für Weinproduzenten sieht: „Like Netflix, we produce original content“).

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