„Own the game“. Wie Adidas das Geschäft mit den Kunden in die eigenen Hände nehmen will

„Own the game“. Unter diesem Titel hat Adidas vor kurzem seine neue Fünf-Jahres-Strategie präsentiert, welches das Geschäft mit den traditionellen Handelspartner radikal verändern wird.

Das Internet hat den Handel in den letzten Jahren nachhaltig verändert, wobei die Geschwindigkeit dieser Veränderungen besonders seit der Corona-Krise extrem an Geschwindigkeit aufgenommen haben.

„DTC“ nennt sich dabei das Gebot der Stunde und auch Branchenriesen wie Adidas stellen das Vertriebsmodell radikal um. Wie Adidas-Chef Kasper Rorsted im Rahmen der Vorstellung der neuen Fünf-Jahres-Strategie betont, „soll Adidas bis 2025 zu einem DTC-getriebenen Unternehmen mit Online als wichtigsten Store werden“.

Fokus auf E-Commerce, Direktvertrieb, Nachhaltigkeit und auf Kern-Sportarten Fussball, Running, Training, Outdoor und Lifestyle. Mit diesen Punkten lässt sich die neue Strategie von Adidas dabei am besten beschreiben. Wachstumstreiber und somit Kernstück soll dabei die neue Direct-to-Consumer Strategie sein, über welche das Unternehmen Umsatz, Profitabilität und Marktanteile bis 2025 deutlich steigern will.

Der DTC-Anteil am Umsatz soll bis 2020 auf über die Hälfte steigen. Das traditionelle B2B-Geschäft scheint in der neuen Strategie nur mehr eine untergeordnete Rolle zu spielen, dementsprechend dürfte sich auch die Rolle der traditionellen Handelspartner in den nächsten Jahren radikal ändern, was für die Attraktivität des Einkaufens vor Ort nicht sehr förderlich sein dürfte.

Generell setzt Adidas sehr stark auf die Digitalisierung des Konzerns. Mit Investitionen von über einer Milliarde Euro wird in den nächsten Jahren massiv in die digitale Transformation aufgerüstet. 2021 sollen über 1000 neue Mitarbeiter die gesamte Wertschöpfungskette digitalisieren: von der Produktentwicklung, Logistik bis hin zum digitalen Verkauf.