Tracking: aus Google FloC wird Topics

FloC (Federated Learing of Corhorts) wurde von Google Anfang 2021 vorgestellt und sollte die Problematik der „Third Party Cookies“ beseitigen.
Die Idee dahinter war, das Surfverhalten der User direkt im Chrome-Browser zu analysieren und in ähnliche grobe Interessenkategorien (Kohorte) einzuteilen und zusammenzufassen, wobei auf der Basis dieser Informationen zielgerichtete Werbung ausgespielt werden sollte, ohne dass einzelne Personen identifiziert werden können.

Die Kritiken waren jedoch von Anfang an gro´ß und so hat Google diese Idee bereits nach kurzer Zeit wieder verworfen und den Nachfolger „Topics“ vorgestellt (Link Post vom 25. Januar 2022).

Mit Topics sollen die größten Einwände gegen FloC beseitigt werden. Der Browser bleibt weiterhin die zentrale Schnittstelle, wobei aus der Surf-Historie des Users ein Interessenprofil wie „Sport“ oder „Reisen“ generiert werden soll. Dies soll dabei vollständig auf dem Gerät des Nutzers erfolgen, ohne externe Server, einschließlich Google-Server, einzubeziehen.

Besucht der Nutzer eine teilnehmende Website, wählt Topics Themen aus den letzten drei Wochen aus, die an die Website und den entsprechenden Werbepartner weitergegeben werden.
Topics soll den Browsern und somit dem Nutzer eine sinnvolle Transparenz und Kontrolle über diese Daten geben. Google will beispielsweise Benutzerkontrollen aufbauen, über welchen der Nutzer die Themen sehen kann, diese entfernen oder sogar die Funktion vollständig deaktivieren kann. können.
Auf alle Fälle sollen Topics nur drei Wochen lang gespeichert und danach automatisch gelöscht werden.

Die folgende Grafik zeigt beispielhaft auf, welche Informationen über Cookies von Drittanbietern (links) und Topics (rechts) gesehen werden können.


Viele Werbetreibenden befürchten aber bereits jetzt, dass die Liste der Themen nicht sehr präzise sein wird, womit ein detailliertes Targeting sehr schwer wird. Jayesh Easwaramony bringt das Dilemma dabei sehr gut auf den Punkt:

Der Zeitplan für die Abschaffung der Third-Party-Cookies steht jedoch unter Druck. Es erscheint fraglich, dass die Umstellung innerhalb Ende 2023 abgeschlossen werden kann und äquivalente Instrumente zur Verfügung stehen.

Weiterführende Informationen zum Thema: