Amazon Prime Day in Zahlen

Ein Sommerloch scheint Amazon nicht zu kennen. Wenn auch die Nachfrage insgesamt in den Sommermonaten im Vergleich zu anderen Monaten eher schleppend ist, so entwickelt sich der Amazon Prime-Day zum Milliardengeschäft. Seit drei Jahren veranstaltet Amazon diesen speziellen Schnäppchentag. Dieses Jahr war es am 11. Juli soweit.

Auch wenn sich Amazon wie üblich mit eigenen Infos und Statistiken sehr zurückhält, so gibt es diverse Analysen und Auswertungen die das rasante Wachstum bestätigen.

Betrug der Umsatz 2015 noch 0,9 Milliarden USD, so stieg dieser 2016 auf 1,52 Mrd. USD und erreichte dieses Jahr 2,41 Mrd. USD. Der mit Abstand größte Umsatz wurde dabei auf dem amerikanischen Marktplatz erzielt. Eine detaillierte Auswertung des Prime Day gibt es hier in 5 Charts. Eine Auswertung zu Gewinner und Verlierer nach Branchen gibt es hier zum Nachlesen.

 

2017_07 Prime Day

Wie man das Potential von Spotify nutzen kann

Spotify ist ein Musikstreaming-Dienst, der es ermöglicht, DRM-geschützte Musik einer Reihe großer und kleiner Plattenlabels legal über das Internet zu hören. Der Dienst wurde im Oktober 2006 von dem schwedischen Start-up-Unternehmen Spotify AB als legale Alternative zur Piraterie gestartet und ist inzwischen in mehr als 60 Ländern verfügbar und wird von 140 Millionen Nutzern monatlich aktiv genutzt.

Spotify ist besonders bei den Millennials sehr beliebt und gehört zu den am meisten genutzten Onlinediensten.
Was bislang weniger bekannt war, ist dass Spotify zunehmend auch interessanten Werbemöglichkeiten und Optionen bietet, diese Zielgruppe effizient zu erreichen, welche über traditionelle Medien sonst nur mehr sehr schwer zu erreichen wären.
Sponsored Playlist und Sponsored Session sind dabei zwei Beispiele für die vorhandenen Werbemöglichkeiten.

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Nike und die schwindende Macht der Marken

Marken verlieren in einer Plattform-dominierten E-Commerce-Welt zunehmend an Macht. Das musste selbst der US-Sportartikelriese Nike nun anerkennen. Viele Jahre wehrte sich Nike standhaft, seine Produkte selbst auf Amazon anzubieten und überließ den Verkauf auf dem weltweit führenden Online-Marktplatz mehr oder weniger freiwillig Drittverkäufern. Während andere Sportartikelhersteller wie Adidas und Under Armour die Amazon-Plattform sehr erfolgreich als Direktvertriebskanal nutzten, ließ Nike durch diese starre Haltung im Laufe der Jahre wichtige Marktanteile vor allem bei einer jungen und kaufkräftigen Kundschaft liegen.

Doch die Dinge ändern sich und sind ein weiterer Beweis für die Machtverschiebung zwischen Marken und Amazon. Amazon hat sich in den letzten Jahren zur führenden Produktsuchmaschine entwickelt, wo viele Käufer ihre Online-Recherche beginnen. Für Marken ist es deshalb umso wichtiger, einen professionellen Auftritt vorweisen zu können. Drittverkäufer legen normalerweise wenig Wert auf eine gelungene Präsentation der Marke und scheren sich in vielen Fällen auch wenig um die Preisempfehlungen der Hersteller. Dies führt dazu, dass Marken im Laufe der Zeit die Hoheit über die eigene Marke verlieren, was wiederum weitere negative Folgen mit sich bringt.

Mit der Ankündigung, die eigenen Produkte im Rahmen des Vendors-Modells nun selbst auf Amazon zum Verkauf anzubieten, musste sich Nike eingestehen, hier eine falsche Strategie verfolgt zu haben.Amazon hat eine Reihe von Drittverkäufern bereits aufgefordert, für bestimmte Modelle den Verkauf einzustellen.

Diese Kehrtwende von Nike ist sicherlich ein weiterer Beweis wie sich das Machtverhältnis zwischen Marken und Amazon in den letzten Jahren dramatisch verschoben hat und die Macht der Marken in einer Plattform-dominierten E-Commerce-Welt zusehends schwindet. Für Marken wird es immer wichtiger, direkt oder indirekt auf Amazon präsent zu sein, um zumindest die Inhalte besser steuern zu können. Für Marken ist Amazon längst ein unverzichtbarer Bestandteil im Zusammenhang mit der Markenentwicklung- und pflege geworden.

Warum Händler Google Shopping nutzen sollten

Die EU-Kommission hat vor wenigen Tagen Google wegen seiner Shopping Suche zu einer Wettbewerbsstrafe von 2,42 Mrd. Euro verdonnert und den Internet-Giganten gleichzeitig aufgefordert, das beanstandete Verhalten innerhalb von 90 Tagen abzustellen.  Zur Begründung dieser Strafe sagte sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager dass „Google seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, indem es seinen eigenen Preisvergleichsdienst in den Suchergebnissen ganz oben platziert und Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft hat“.  Google hat jedoch bereits angekündigt, die Entscheidung der Kommission im Detail anzuschauen und gegebenfalls Einspruch zu erheben. Ein gute Analyse warum das Urteil der EU auf den ersten Blick vielleicht gut für andere Händler und Preissuchmaschinen aber schlecht für den Verbraucher selbst ist, gibt es hier.

Um was geht es konkret: Im Zuge einer ganz normalen Google-Suchanfrage werden die Google-Shopping-Ergebnisse in Form von Händlern platzierten bezahlten Anzeigen ausführlich mit Fotos, Preisen und Links präsentiert (siehe Produktplatzierungen im Screenshot rechts). Die EU-Kommission und einige Preissuchmaschinen betrachten das als Bevorzugung eigener Google-Dienste, wodurch Kunden für sie selbst verloren gehen.

Google Shopping

Tatsächlich konnten wir bei der Durchführung diverser Projekte für unsere Kunden feststellen, dass die Schaltung von Google-Shopping-Produktanzeigen sehr effektiv ist. Die Erhöhung der Sichtbarkeit für Händler und Marken ist dabei ein weiterer positiver Aspekt. Die Rekordstrafe von 2,42 Mrd. Euro lässt dabei erahnen, um welches Potential es hier geht. Noch ist unklar wie dieses Verfahren ausgehen wird. Als Händler sollte man die vorhandenen Möglichkeiten aber weiterhin nutzen und die Schaltung von Google-Shopping-Anzeigen in Betracht ziehen.

REWE öffnet Online-Shop für andere Händler

Nun also auch REWE. Mit einer Pressemitteilung hat der zweitgrößte deutsche Lebensmittelhändler heute angekündigt, das Online-Sortiment mit Partner-Produkten zu erweitern und zur Anlaufstelle für alle Produkte rund um Lebensmittel, Küche und Haushalt zu werden.

Der Kunde soll sich auch künftig wie gewohnt frische Produkte wie Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst und Käse oder auch Tiefkühlprodukte über den REWE Lieferservice liefern lassen. Gleichzeitig kann er mit dem gleichen Einkauf nun auch regionale und internationale Spezialitäten, Spielwaren, Tierbedarf, Parfüm und Kosmetik oder Geschenkartikel online auf REWE.de kaufen und sich per Paketservice liefern lassen. Die ersten Testläufe sollen mit Anfang Juli beginnen und sukzessive ausgebaut werden. Alle Partner sollen dabei sorgfältig ausgesucht werden und einen aufwändigen Qualifizierungsprozess durchlaufen.

Als Beratungsunternehmen für Vertrieb über digitale Medien und Online-Marktplätze werden wir das Thema weiterhin intensiv beobachten und mögliche Verkaufs- und Vertriebsstrategien für unsere Kunden ausarbeiten.